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RiScA-Studie: Erstbefragung mit 342 Jugendlichen abgeschlossen PDF

Seit Juni 2012 wurden Jugendliche, die mit einer Alkoholintoxikation im Krankenhaus behandelt wurden, in Zusammenarbeit mit 10 HaLT-Standorten bezüglich ihrer Risiko- und Schutzfaktoren für eine Entwicklungsgefährdung befragt.

HaLT-Mitarbeiter/innen in Bad Homburg, Berlin, Bielefeld, Kassel, Leipzig, Lörrach, Rastatt/Baden-Baden, Schweinfurt, Wiesbaden und Worms führten die Befragung durch und sendeten die ausgefüllten Fragebögen an die RiScA-Studienzentrale an der PH Freiburg. Da wir alle wissen, wie schwierig und aufwändig sich die Befragung von Jugendlichen in diesem besonderen Kontext gestaltet, ist dies ein großer Erfolg. Alle Jugendlichen werden 6 Monate nach dem Krankenhaus telefonisch nachbefragt, etwa 75% nehmen an der Nachbefragung teil.

Die Studie wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert und endet im Juni 2014. Ziel ist, danach einen theoretisch fundierten und validierten Fragebogen für den Einsatz im Kliniksetting zur Verfügung zu haben.

Zusammenfassung Studie RiScA

 

Ziel der Studie ist es, zu erkennen, wie ein alkoholbedingter Krankenhausaufenthalt in Verbindung mit einer gesunden oder schwierigen Entwicklung steht und welchen Unterstützungsbedarf die einzelnen Jugendlichen haben. Durch mehrere Studien ist ja mittlerweile bekannt, dass es sich bei den HaLT-Jugendlichen um eine sehr heterogene Gruppe handelt. Bei ca. 2/3 der betroffenen Jugendlichen steht die Alkoholintoxikation in Zusammenhang mit Unerfahrenheit, Risikobereitschaft, Trinkspielen und Gruppendruck, aber nicht mit einer Entwicklungsgefährdung. Für die anderen stellt der Kontakt zu HaLT eine Chance für eine Frühintervention dar, um durch bedarfsgerechte Unterstützung ihre psychosoziale Entwicklung positiv zu beeinflussen.

Aktualisiert ( Donnerstag, 02. April 2015 um 15:06 )